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 Datum: 2. Quartal 2004
 Ort: Berlin
 Frage: Erbrecht - Erbschaftssteuer - Miterben -
 
Am ......2003 starb meine ........

Kurze Zeit danach verstarb auch deren einzige Tochter  am ......2003. Sie war nie verheiratet und kinderlos.

Eine meiner Verwandten übernahm sofort die Erbangelegenheit.

Das Nachlassgericht stellte fest, dass hier die Verwandten 3. Grades erbberechtigt sind.

Es wurden .. Erben ermittelt, deren Anteile zwischen ...tel und .....tel liegen.

Am .....2003 erhielt ich das letzte Schreiben des Nachlassgericht. Der Inhalt war eine Berichtigung des Erbscheinantrages. Alles war korrekt.

Der Vordruck für die Erbschaftssteuer wurde am .......2003 vom Finanzamt zugeschickt. Die einzutragenden Summen wurden durch die Nachlassverwalterin bereitgestellt.

Am ......04 erfolgte der Steuerbescheid.

Da ich Anspruch auf ...tel der Erbschaft hat, lauteten die konkreten Summen - Anteil .... Euro

Erbschaftskostenpauschale - .... Euro - Erbanteil ..... Euro.

Für den Betrag wurde eine Erbschaftssteuer von .... Euro festgelegt, welcher auch gezahlt wurde.

Der Ablauf war  bis zu diesem Zeitpunkt ohne Beanstandung, doch das Folgende lässt Zweifel am rechtlichen Richtigsein aufkommen.

Am ......04 wurden die Konten bei der Bank aufgelöst.

Ich, die Nachlassverwalter und weitere Erben waren zugegen.

Die Nachlassverwalterin hatte mit der Bank vereinbart, dass die Bank das gesamte Geld auf ihr Konto überweist.

Bei Aufteilung der einzelnen Erbansprüche teilte die Nachlassverwalterin den Anwesenden mit, dass nun noch ... Euro Zusatzausgaben von der Gesamtsumme abgezogen werden müssten.

Für mich und einen weiteren Erben wurden die Summen auf jeweils ..... Euro gekürzt.

Zu der daraufhin verlangten Offenlegung, der den Erbfall betreffenden Kosten, konnte sie nichts vorlegen.

Dies ist auch trotz mehrfacher Nachfragen bis zum heutigen Tage so geblieben.

Nachfragen beim Nachlassgericht, Finanzamt, der Bank hatten zum Ergebnis, dass für alle dieser Fall abgeschlossen war.

1.) .Wie reagiere ich auf die zuviel gezahlte Erbschaftssteuer?

2.) .Gibt es die Möglichkeit diese Probleme aussergerichtlich zu klären?

3.) Falls die Angelegenheit vor Gericht geklärt werden muss - wie sind die Chancen und mit welchen Kosten ist zu rechnen?

 
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 Antwort: Erbrecht - Erbschaftssteuer - Miterben -
 
Einspruchsfristen gibt es in diesem Zusammenhang nicht. 

Es ist den Miterben aber anzuraten, ihre Ansprüche schnellstmöglich geltend zu machen, da eine Rekonstruktion des Nachlassbestandes mit weiterem Zeitablauf immer schwieriger wird.

Die Auskunftsansprüche sind zunächst unter Fristsetzung an die betroffene Mieterbin zu richten.

Wird die geforderte Auskunft nicht fristgerecht oder nicht vollständig erteilt, ist Klage beim zuständigen Gericht zu erheben.

Bezüglich der Erbschaftssteuer ist zunächst einmal zu klären, ob hier tatsächlich zuviel gezahlt wurde. Das ist derzeit noch nicht klar, dass die Betroffenen ausser einer nebulösen Aussage des Nachlassverwalters Nichts in Händen halten, was das belegen würde.

Es ist also derzeit noch gar nicht klar, ob es tatsächlich die behaupteten Mehrausgaben gab (in diesem Fall wäre die errechnete Erbschaftssteuer korrekt) und ob diese - selbst wenn es sie gab, überhaupt steuermindernde Auswirkungen gehabt hätten.

 

Es gibt die Möglichkeit, diese Sache zunächst aussergerichtlich zu klären zu versuchen. Das muss sogar zumindest versucht werden, um nicht ein sofortiges Anerkenntnis der Nachlassverwalterin und damit die Auferlegung der Kosten auf den Kläger zu riskieren.

Letztlich erfolgreich wird der aussergerichtliche Einigungsversuch aber nur sein, wenn auch die Gegenseite - die Nachlassverwalterin - einigungsbereit ist.

Fehlt es hieran, wird die Sache letztendlich vor Gericht gehen.

...........

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