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Erbrecht > Erbe > Erbanteil _

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Frage: Wer ist im Erbfall bei einer Immobilie im Grundbuch eingetragen und wer halt welche Rechte?

Mein Vater verstarb 1989. Er hinterließ seiner zweiten Frau ein Haus.
Der Wert des Hauses wurde damals geschätzt und ich habe mir den Erbanteil von meiner Stiefmutter auszahlen lassen.
Jetzt habe ich die Frage.
Habe ich bei Verkauf des Hauses noch Anspruch auf einen Teil des Geldes, da ich im Grundbuch noch eingetragen bin? Oder vielleicht, wenn die Summe höher ausfällt als der damalige Schätzwert, der zur Erbschaft angesetzt wurde.

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Antwort zu dieser Anfrage zum Erbrecht aus dem Raum Bremen kommend.

Grundsätzlich beurteilt sich die Rechtslage in Ihrem Fall zunächst danach, wann Sie als Miteigentümer im Grundbuch eingetragen wurden.
Wurden Sie erst nach dem Erbfall als Miteigentümer eingetragen, so steht Ihnen der Verkaufserlös in dem Ihrem Miteigentum entsprechenden Masse zu.
Waren Sie bereits zum Zeitpunkt des Erbfalles (Tod des Vater) Miteigentümer, so kommt es darauf an, wie hoch der an Sie gezahlte Erbanteil gewesen ist.
Waren Sie zum Zeitpunkt des Erbfalles nämlich bereits Miteigentümer, so konnte nur der Anteil am Haus in die Erbmasse fallen, der noch Ihrem Vater gehörte.

Der bereits auf Sie übertragene Anteil am Haus durfte also bei der Berechnung des Erbanteils nicht berücksichtigt werden. Ist insoweit die Berechnung des an Sie ausgezahlten Erbteils korrekt erfolgt, so haben Sie bei einem jetzt erfolgenden Verkauf des Hauses Anspruch auf den Anteil am Verkaufserlös, der Ihrem Miteigentumsanteil entspricht.

Etwas anderes kann allerdings dann gelten, wenn Sie sich bei der Auszahlung Ihres Erbanteils vertraglich mit Ihrer Stiefmutter darüber geeinigt haben, dass Ihr Miteigentumsanteil im Gegenzug gelöscht wird. Wenn Sie dann trotzdem
noch im Grundbuch stehen, haben Sie keinen Anspruch mehr auf Auszahlung eines Teiles des Verkaufserlöses, sondern Ihre Stiefmutter hat umgekehrt einen Anspruch auf Löschung aus dem Grundbuch.

Wurde der Erbanteil eventuell fälschlicherweise so berechnet, dass nicht berücksichtigt wurde, dass Sie bereits zu einem bestimmten Anteil Miteigentümer des Hauses waren, muss der jetzt an Sie auszukehrende Verkaufserlös entsprechend dem zuviel an Sie gezahlten Erbanteil gekürzt werden.
Massgeblich für die jeweilige Ermittlung der Höhe der Ansprüche ist für die Ermittlung der Höhe des Erbanteils der damals festgestellte Schätzwert des Hauses und für die Ermittlung des jetzt auszuzahlenden Verkaufserlöses der
tatsächlich erzielte Kaufpreis.

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Immer wieder Ärger der Erben untereinander.

Nur wem es egal ist, was mit seinem Vermögen nach seinem Tod passiert, wem es egal ist, ob die Erben sich rumstreiten und die Köpfe einschlagen, sollte es sich leiten können kein Testament zu machen. Und ein solches muss gut durchdacht sein. Was, wenn als Erbe eingesetzte Personen früh versterben?

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